Costa Rica - Affen, Faultiere, Vulkane und Regenwald

Insidertipps und Highlights von Andrea Gussger

Eigentlich sagt die Überschrift schon alles aus – Costa Rica ist Natur pur. Hierher kommt man nicht um 2 Wochen am Strand zu liegen (wobei sie tolle Strände haben!) – sondern um etwas zu sehen. Das Land ist geradezu ideal, wenn man eine Rundreise und einen aktiven Urlaub machen möchte!


Ich bin von Zürich aus direkt nach San Jose geflogen. Edelweiss hat hier ein tolles Flugprodukt und selbst in der normalen Economyklasse war der Service, das Essen und das Unterhaltungsprogramm ausgezeichnet. Ich würde auf einem so langen Flug – immerhin gut 12 Stunden – aber empfehlen auf die Economy Max aufzuzahlen: mehr Sitzabstand, grösserer Neigungswinkel der Rückenlehne und alle Getränke sind kostenlos dabei. Gerade der Sitzabstand macht dann doch schon viel aus.


In San Jose angekommen, ging es recht zügig durch die Passkontrolle, man muss nur angeben in welchem Hotel man die erste Nacht ist, warum man hier ist und was man beruflich macht. Der Flughafen ist sehr übersichtlich und man hat beim Ankommen nur sehr kurze Wege. Ich habe gleich am Flughafen etwas Geld gewechselt. Dollar werden aber überall genommen (Euro sind eher schwieriger an den Mann zu bringen, also unbedingt umtauschen). 


Wenn man eine Pauschalreise gebucht hat, warten draussen bereits die Reiseleiter und kümmern sich um alles Weitere. Wenn man individuell unterwegs ist, nimmt man entweder gleich hier einen Mietwagen oder fährt mit Taxi/Shuttle zum Hotel. 


Ich bin am frühen Abend angekommen aber aufgrund der Zeitverschiebung (7 Stunden) fühlt es sich halt doch wie 1 Uhr nachts an. Daher sind wir direkt in ein Flughafenhotel und haben da die Nacht verbracht.


Am nächsten Morgen ging es in Richtung Karibikküste. Bereits auf dem Weg haben wir das erste Mal Kontakt zur einheimischen Tierwelt gehabt: Brüllaffen und ein Faultier direkt an der Strasse! Natürlich wurde sofort ein Fotostopp eingelegt und das Faultier tat uns den Gefallen und krabbelte höchst aktiv auf seinem Baum umher.


Tortuguero ist bekannt für die Schildkröten, die hier von Juni/Juli bis September/Oktober Eier am Strand ablegen und auch schlüpfen. Der Ort selber ist nur per Boot erreichbar. Wenn man nicht in einer Gruppe unterwegs ist, ist Organisationstalent gefragt, denn man kann nicht einfach ankommen und irgendein Boot besteigen. Jede Lodge hat ihr eigenes Boot. Daher unbedingt die Ankunftszeit und auch den Treffpunkt (wo man dann auch den Mietwagen parken kann) mit der gebuchten Lodge absprechen. Nach ca. 1 Stunde Bootsfahrt auf kleinen und grösseren Kanälen erreicht man den kleinen Ort. Der Regenwald reicht bis ans Wasser und ist undurchdringlich. Die Tier- und Pflanzenwelt kann man hier nur vom Boot oder vom Kajak aus erleben. Die Anzahl der Gäste, die pro Tag in den Nationalpark dürfen ist begrenzt – man muss also früh aufstehen.


Von Tortuguero aus sind wir zum Arenal Vulkan gefahren. Hier kann man am Fuss des Vulkans und ungefähr bis zur Mitte verschiedene Wanderungen zum Teil durch Regenwald machen. Augen auf – hier findet man viele Vögel, Schlangen, Insekten und Käfer. Es gibt in der Gegend auch viele Thermalquellen. Anschliessend ging es nach Rincon de la Vieja Nationalpark – auch hier kann man wunderbar wandern und das Gebiet ist bekannt für seine heissen Quellen und blubbernden Schlammlöcher. Begleitet wird man vom Lärmen der Brüllaffen, dem Gezwitscher tausender Vögel und dem unverkennbaren Ruf des Tukans.


Nach einem kurzen Abstecher an die Pazifikküste (Papagayo Halbinsel) mit Übernachtung im Hotel Planet Hollywood (amerikanische Hotelkette mit entsprechendem Service und ausgezeichnetem Essen) sind wir nach Monteverde in die Nebelwälder gefahren. Und wieder gab es direkt an der Strasse ein Zusammentreffen zwischen Mensch und Tier: ca. 10 Nasenbären fanden uns super interessant und sind so nah heran gekommen das sie an den Schuhen schnüffeln konnten.


Die Gegend um Monteverde ist ein Eldorado für Outdoor-Enthusiasten: Hängebrückentouren, Canopy, Wandern, Vogelbeobachtungen, Nachtwanderungen uvm. Wir haben die Hängebrückentour gemacht und davor den kleinen Kolibri-Park besucht – die kleinen, rasend schnellen Vögelchen kann man hier aus nächster Nähe beobachten und sie lassen sich sogar auf den Händen nieder.


Der letzte Nationalpark in unserem Programm war Manuel Antonio an der Pazifikküste. Klein aber fein! Viele schöne leichte Wanderwege und fantastische Strände. Affen und Leguane inklusive. Wir sind bereits am frühen Morgen in den Park gegangen und ca. 40 Minuten gemütlich zum Playa Manuel Antonio gelaufen.  Ein wahr gewordener Traum aus blauem Meer, Felsen und einem palmengesäumten Strand aus weissem Sand. Und wir waren ganz alleine! Am Ausgang der Parks ist uns dann auch eine Horde Kapuzineraffen über den Weg gelaufen und hat für lustige Fotomotive gesorgt.


Die Rückreise haben wir wieder ab San Jose angetreten. Die Hauptstadt liegt recht zentral im Land und ist von jeder Ecke gut zu erreichen. Nach einem sehr angenehmen Nachtflug mit Edelweiss gingen leider aufregende Ferien zu Ende.


Was kann man sehen: Brüllaffen, Kapuzineraffen, Faultiere, Kaimane, Krododile, Leguane in allen Grössen, Tukane, Kolibris und hunderte weitere Vogelarten, Schildkröten, Agutis, Schlangen (Vorsicht: viele sind giftig), Nasenbären uvw. Und natürlich eine atemberaubende Natur mit karibischen Stränden (am Pazifik und an der Karibikküste), Regenwäldern, Nebelwäldern, Vulkanen, heissen Quellen, Berge…


Was kann man machen: viele Outdoor-Aktivitäten wie wandern, Kajak Fahren, Canopy, Hängebrückentouren, geführte Touren wie zB Nightwalks und Regenwald


Was sollte man beachten:

  • Costa Rica ist teuer: die Eintritte in die Nationalparks und zu den Attraktionen, Essen, Getränke und Hotels sind preislich wie in Europa bzw. Amerika (zb Eintritt Manuel Antonio NP $16 pp, Hängebrückentour ca. $40 pp (Stand 2019)
  • Regenzeit (von Mai bis Oktober) in der es je nach Region durchaus viel und heftig regnen kann
  • es herrscht immer eine hohe Luftfeuchtigkeit und auch hohe Temperaturen, eine anstrengende Kombination vor allem bei Wanderungen
  • unbedingt Fotoapparat und Fernglas dabei haben
  • Reisedauer mindestens 2 Wochen
  • zum Teil einfache Strassenverhältnisse, keine Autobahnen, man braucht viel Zeit um von A nach B zu kommen, deshalb sind Tagesetappen von max 200 km empfehlenswert
  • am meisten sieht man bei geführten Touren (wird meist von jedem Hotel/Lodge angeboten) denn die Guides haben einfach den Blick für die Tiere
  • Hotelstandard von einfachen Lodges bis amerikanischen Resort ist alles dabei. Im Landesinneren aber eher kleine einfache Lodges


Mein Fazit - absolut sehenswert und einzigartig! Ich komme auf jeden Fall wieder! Sie Sie neugierig geworden und möchten sich das Geschrei der Brüllaffen selbst anhören? Toll - wir beraten Sie gerne, rufen Sie uns an!


Andrea Gussger

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Christian Urban

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